Ernst-Ludwig-Schule Bad Nauheim; zurück zur Startseite mit einem Klick
Startseite Schulleitung Personen Termine Kontakt Impressum


Suche
Bitte Suchbegriff hier eingeben
ÜBERSICHT
ELS VON A-Z
Navigation

Namensgeber

Zum Lebenslauf

Schwerpunkt Musik

Schule mit Schwerpunkt Musik

 
 

WPU Fotografie

Wahlpflichtunterricht Fotografie (9. und 10.Klasse)

Die Schülerinnen und Schüler, die auf dem oberen Bild abgelichtet wurden, wählten im 8. Schuljahr als Thema ihres Wahlpflichtkurses in der 9. und 10. Klasse die Fotografie. Somit werden sie sich über zwei Schuljahre mit der Gestaltung von Fotos befassen.

Der Wahlpflichtunterricht Fotografie begann mit der Anfertigung und dem "Design" einer Lochkamera. Damit machten die Schülerinnen und Schüler elementare Erfahrungen mit Blendenöffnung, Belichtungszeit, Kamerastandpunkt und der Wahl kontrastreicher Motive.

                                 

                                

Die Arbeit mit der Lochkamera diente als Einführung in die konventionelle Fotografie. Die Negative, die mit der selbst gebastelten Kamera belichtet wurden, entwickelten die Schülerinnen und Schüler im schuleigenen Fotolabor. Die unteren Abbildungen sind Beispiele von Negativen und Positiven der  "Lieblingsansichten oder von Lieblingsplätzen" ihrer Schule.

                                

                                

                               

                                 

Erfahrungsbericht zweier Schülerinnen:

Am Wahlpflichtunterricht Kunst/Fotografie bei Herrn Brandt nehmen 19 Schüler/innen der 9. Klasse teil. Die erste Aufgabe war, eine Lochkamera zu bauen. Diese besteht aus schwarzem Karton oder aus einer Schachtel, die innen schwarz angemalt wird. Um sicher zu gehen, dass kein Licht ins Innere der Lochkamera eintritt, dichtet man alle Ecken und Kanten mit schwarzem Isolierband ab. Als nächstes schneidet man ein Loch in die Mitte der Seite, die dem Deckel gegenüber liegt. Der Durchmesser des Lochs beträgt etwa 1 cm. Nun schneidet man ein Stück von einer Dose ab und sticht dort ein Loch hinein, das so groß ist, dass eine Nadel durchpasst. Dieses Stück Dose klebt man über das 1 cm große Loch im Karton. Die beiden Löcher sollten übereinander liegen. Danach befestigt man Draht an der Kamera, welcher dieselben Maße haben muss wie die Kamera. Dies dient dazu, dass man weiß, welches Bild beim Belichten auf dem Fotopapier abgebildet wird. Ein weiteres Stück Draht befestigt man in der Mitte des Deckels. Nun ist die Lochkamera fertig und die Bilder können gemacht werden. In der Dunkelkammer, die sich im Fotolabor der ELS befindet, befestigt man lichtempfindliches Fotopapier an der Innenseite des Deckels. Man klebt das kleine Loch zu, das sich an der Lochkamera befindet, damit kein Licht ins Innere der Kamera dringt. Nun sucht man sich ein möglichst kontrastreiches Motiv. Wir nahmen meistens das Schulgebäude mit Bäumen und Himmel im Hintergrund. Das Motiv sollte sich so wenig wie möglich bewegen. Man stellt die Lochkamera an einen windstillen Platz und öffnet dabei das Loch. Nach etwa 2 Minuten klebt man das Loch wieder zu. Wieder zurück in der Dunkelkammer, entwickelt man das Bild. Man legt dazu das bis jetzt noch weiße Fotopapier in die erste Flüssigkeit. Nach 90 Sekunden nimmt man das Fotopapier heraus - man kann schon ein Bild erkennen. Nach dem Stoppbad wird das Bild noch fixiert und abschließend fünf Minuten gewässert. Zum Trocknen steht ein Trockengestell zur Verfügung. Fertig ist das Bild, allerdings noch negativ und seitenverkehrt. Beim sog. Umkopieren wird das Negativ mit der Schichtseite nach unten auf ein frisches Fotopapier gelegt. Diese beiden werden mit einer Glasplatte beschwert und belichtet (wenige Sekunden). Das Positiv muß natürlich wieder entwickelt werden.

Natascha Filz und Esther Freund

Im weiteren Verlauf nutzten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des WPU Fotografie ihre gewonnenen Erfahrungen mit der Lochkamera für einen Abstecher in die Digitalfotografie. Dabei ging man auf den Spuren des sehr berühmten Fotografen Ansel Adams. Das Thema hieß Stillleben.  Die Bilder, die unten zu sehen sind, wurden zusätzlich mit der kostenlosen Bildbearbeitungssoftware GIMP optimiert.

                              

                               

Die dritte Aufgabe im WPU Kurs Fotografie bestand darin, Gefühle mithilfe von Mimik, Gestik, Körperhaltung sowie durch bestimmte Attribute und Symbole darzustellen. Dafür bekamen die Schüler/innen konventionelle Kameras, damit sie die Negative wieder selbstständig entwickeln konnten. Zu Beginn beschrieb jeder das Gefühl, welches er/sie fotografisch darstellen wollte. Dann sollte geschildert werden auf welche Art und Weise man die Aussagekraft des jeweiligen Bildes erhöhen wollte, d. h. wie das Modell stehen oder liegen soll, wie ein bestimmter Gesichtsausdruck dargestellt, welcher Hintergrund benutzt werden sollte oder woher das Licht scheinen sollte. Daraufhin fertigte jeder eine Kompositionsskizze des Bildes an. Wichtig war es die im Kurs gelernten fotografischen Mittel richtig anzuwenden. Das war eine große Herausforderung, da man von nun ab auf sich und sein eigenes fotografisches Können angewiesen war. Eine weitere Schwierigkeit lag darin, nachdem man sämtliche Bilder  geschossen hatte, diese auf Anhieb beim Entwickeln auf die richtige Größe zu bekommen sowie die richtige Schärfe einzustellen.

                   

                                          

                                                  

Die Vergrößerung von Negativen:

Im ersten Schritt stellt man den Index "5" ein. Danach gibt man die Zeit für die "Streifenbelichtung" ein. Die Belichtungszeit, die dadurch zu ermitteln ist, hängt von der Dichte der Negative ab. Mit Druck auf die "Focus"-Taste schaltet man das Licht am Vergrößerungsgerät ein. Es ist wichtig, dass die Negative frei von jeglicher Art von Staub sind, bevor man sie in die Bühne des Vergrößerungsgeräts legt und sichert. Danach öffnet man die Blende so weit wie möglich. Danach wählt man den Ausschnitt des Positivs und stellt scharf um die Qualität des Bildes sicherzustellen. Jetzt blendet man um drei Stufen ab und mit "Focus" schaltet man das Licht aus. Bei der "Streifenbelichtung" drückt man öfters auf den "Start"-Knopf und verdeckt dabei stufenweise mit einem vorher bereitgestellten Stück Karton immer weniger des ausgewählten Belichtungsstreifens. Diesen Belichtungsstreifen entwickelt man dann wie gewohnt in den sechs dafür vorbereiteten Wannen (Entwickler, Wasser, Stoppbad, Wasser, Fixierer, Wasser). Man ermitteln an diesem Belichtungsstreifen die korrekte Belichtungszeit und entwickelt anschließend das Bild in der gewünschten Größe. Der Ablauf der Belichtung ist der gleiche wie bei der "Streifenbelichtung". Sollte man einen Teil des Bildes etwas heller haben wollen kann man die Stelle während der Belichtung "abwedeln". Zuletzt entwickelt man das Positiv in den "6 Wannen".

Sarah Pleisnitzer, Philipp Bechthold

 
Startseite Schulleitung Personen Termine Kontakt Impressum