(an der ELS Corel Photo-Paint, Version 12)
Photo-Paint ist ein pixelorientiertes Programm (im Gegensatz zum vektororientierten Zeichenprogramm CorelDraw), d.h. alle Bilder sind aus vielen einzelnen Bildpunkten (Pixel) zusammengesetzt. Die Bildgröße eines Fotos wird daher in Pixel angegeben, z.B. 3000 x 2000 (d.h. sechs Megapixel). Die Bildgröße ist von dem in der Kamera verwendeten Bildsensor abhängig. Je höher die Werte, desto besser ist die Auflösung und um so größer kann das Foto ausgedruckt werden, ohne dass es unscharf aussieht. Natürlich wächst damit auch der benötigte Speicherplatz.
Öffnen des Programms und öffnen einer Bilddatei:
Doppelklick auf Ordner Programme / Doppelklick auf Ordner Corel / Doppelklick Corel Photo-Paint 12 (Icon mit Kamera), Programm Photo-Paint öffnet sich.
Menü Datei / Öffnen anklicken, alternativ: Symbol offener Ordner in der Standardleiste anklicken.
Suchen in: (Ordner suchen / Foto auswählen und Öffnen anklicken bzw. Doppelklick auf das ausgewählte Foto.)
Hinweis: Ist das Vorschaubild rechts mit einem Haken aktiviert, wird das jeweils ausgewählte Bild klein angezeigt, was die Orientierung erleichtert.
Das Bild wird geöffnet.
Kopieren bzw. Speichern eines Bildes vor und nach der Bearbeitung:
Originalfotos möglichst nicht verändern, sondern gleich unter einem neuen Namen abspeichern und erst dann bearbeiten. Hinweis: Bilder immer im Bildbearbeitungsprogramm, d.h. hier als CPT-Datei (Corel Photo-Paint-Bild) und nicht als JPG-Datei (JPEG-Bitmap) speichern, um das Foto später weiter bearbeiten zu können und um ungewünschte Komprimierungen zu vermeiden.
Das Speichern erfolgt über das Menü Datei / Speichern unter
Suchen in: (Ordner auswählen)
Neuen Dateinamen eingeben und Dateityp CPT - Corel Photo-Paint-Bild auswählen
Speichern
(Achtung: Originaldatei immer nur schließen, bei Nachfrage Änderung nicht speichern!)
Zoomen und navigieren im Bild (verschiedene Möglichkeiten):
1 F2: heranzoomen, F3: wegzoomen, F4: Arbeitsfläche ausfüllen.
2. Über Standardleiste Prozentzahl verringern, erhöhen oder angebotenen Eintrag wählen.
3. Über das Hilfsmittel „Zoom“:
mit linker Maustaste ins Bild klicken: heranzoomen
mit rechter Maustaste ins Bild klicken: wegzoomen
alternativ: über die angezeigten Lupen in der Eigenschaftsleiste
Besonders nützlich ist das gezielte Vergrößern eines bestimmten Bereiches:
Hilfsmittel „Zoom“ aktivieren / Mit gedrückter Maustaste eine Markise um den zu vergrößernden Bereich ziehen und Maustaste loslassen
4. Über Scrollrad an der Maus:
vorwärts: heranzoomen, zurück: wegzoomen (Mauspfeil dabei außerhalb des Bildes!)
5. Verliert man bei stark vergrößerten Bildern den Überblick, hilft der sog. Navigator, das ist das kleine Quadrat rechts unten bei den Bildlaufleisten:
Navigator anklicken und mit gedrückter Maustaste im Bild bewegen
Vorschlag für erste Experimente zur Bildbearbeitung:
Im Menü »Bild« finden Sie zahlreiche Möglichkeiten der Bildbearbeitung. Wählen Sie z.B. den Eintrag »Anpassen« und experimentieren Sie dort z.B. mit Kontrastverbesserung oder Helligkeit/Kontrast/Intensität. In dem Menü »Effekte« finden Sie weitere Möglichkeiten, z.B. unter Künstlerische Striche oder Farbänderung. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Bild drehen:
Menü Bild / Drehen
unter den Angeboten einen geeigneten Eintrag auswählen, z.B. 90 Grad rechtsläufig
Drehung einstellen / Drehen anpassen ermöglicht jeden beliebigen Winkel
(Achtung: Bei Drehungen, die nicht im rechten Winkel erfolgen, verschlechtert sich die Bildqualität, da die Bildpunkte neu berechnet werden!)
Bild beschneiden, freistellen:
Häufig müssen nicht benötigte Bildteile, Bildränder abgeschnitten werden. Dazu wählen Sie aus der Hilfsmittelpalette links das Hilfsmittel Beschneiden und ziehen mit gedrückter Maustaste einen Rahmen um den auszuschneidenden Bereich. Über die Rahmenquadrate lässt sich der Ausschnitt exakt festlegen. Durch Doppelklick in den Rahmen wird das Bild beschnitten.
Bild spiegeln:
Über das Menü Bild / Wenden können Sie ein Bild auch spiegeln. Wählen Sie zwischen Horizontal wenden oder Vertikal wenden.
Bilder verändern mit Hilfe von Filtern:
Zahlreiche unterschiedliche Filter befinden sich im Menü »Effekte« und im Menü »Bild«. Im Menü »Bild« finden wir die drei folgenden Filtergruppen: Anpassen, Ändern und Korrektur. Bei vielen Filtern erscheinen Dialogfenster, die alle sehr ähnlich aufgebaut sind. Machen Sie sich daher mit ihrem Aufbau und ihrer Funktionsweise vertraut. Unterhalb der Titelleiste finden Sie z.B. links eine Schaltfläche, unter der sich zwei Vorschaubilder verbergen, mit deren Hilfe Sie Original und Veränderung vergleichen können. Jeweils unten befinden sich Schaltflächen mit denen Sie die Gesamtvorschau aktivieren oder deaktivieren können, die vorgenommenen Veränderungen wieder zurücksetzen oder mit OK endgültig übernehmen können.
Negativ erzeugen:
Über das Menü Bild / Ändern lässt sich leicht ein Negativ herstellen. Hierzu wird nicht einmal ein Dialogfenster benötigt. Wählen Sie dazu nur den Eintrag Invertieren aus.
Tonstufen ändern:
Die große Anzahl unterschiedlicher Tonstufen in einem Bild lässt sich reduzieren, so dass der Eindruck einer Tontrennung entsteht. Wählen Sie im Menü Bild / Ändern den Eintrag Abstufen. Beobachten Sie im Vorschaubild, wie sich die Zahl der Tonstufen ändert, wenn Sie den Schieberegler bewegen. Auf diese Weise lassen sich posterartige Bilder mit stark reduzierten Farbtönen erzielen.
Grenzwert ändern, d.h. Farben durch Schwarz oder Weiß ersetzen:
Experimentieren Sie mit dem Filter Grenzwert, den Sie ebenfalls in dem Menü Bild / Ändern
finden. Hiermit können Sie festlegen, ab welchem Grenzwert (Helligkeitswert) ein Farbton als Schwarz oder Weiß angezeigt werden soll. Bei Auswahl der Option Zu Schwarz werden alle Töne ab dem eingestellten Grenzwert schwarz dargestellt, bei Auswahl der Option Zu Weiß werden alle Töne ab dem eingestellten Grenzwert weiß wiedergegeben. Unter der Option Beidseitig wird das Bild auf eine Schwarzweiß-Tontrennung reduziert.
Filtergruppe Anpassen im Menü Bild:
Experimentieren Sie mit den angebotenen Filtern im Menü Bild / Anpassen:
z.B. Kontrastverbesserung
z.B. Helligkeit-Kontrast-Intensität verändern
z.B. Farbbalance
z.B Farbton / Sättigung / Helligkeit
Masken anlegen in Corel Photo-Paint:
Um einzelne Bildbereiche in einer Bitmap bearbeiten zu können, müssen Masken angelegt werden. Masken grenzen einen bestimmten Bildbereich ein, der dann getrennt bearbeitet werden kann. Die nötigen Instrumente dafür findet man im Menü Maske und links in der Hilfsmittelpalette unter dem Hilfsmittel Maske (zweites Symbol von oben).
Unter dem Menü Maske kann man auswählen, wie die Maske angezeigt werden soll. Aktiviert man den Eintrag Markierungsrahmen sichtbar, wird die Maske durch eine gestrichelte, sich bewegende Linie umrandet. Aktiviert man Maskenüberlagerung, werden alle Teile außerhalb der Maske, d.h. die “geschützten” und nicht bearbeitbaren Teile rot überlagert.
Im Menü Maske befinden sich auch die Befehle Maske Invertieren und Entfernen. Besonders das Invertieren einer Maske erleichtert oft die Arbeit, denn so kann ich z.B. zunächst einen Teil des Bildes bearbeiten und anschließend durch Invertieren den anderen Teil. Die Symbole für Invertieren und Entfernen einer Maske befinden sich auch in der Standardleiste.
Eine weitere Funktion mit interessante Möglichkeiten verbirgt sich unter Maske / Farbmaske. Hier lassen sich Masken durch Auswählen einzelner Farben erstellen.
Unter dem Menü Maske lassen sich einmal erstellte Masken auch für eine spätere Verwendung Speichern oder wieder Laden.
Links unter dem Hilfsmittel Maske sind die verschiedenen Maskenarten verborgen:
z.B. Rechteckmaske, Ellipsenmaske, Freihandmaske, Lassomaske, Magnetische Maske oder Pinselmaske. Probieren sie die eine oder andere Maskenart einmal aus.
Rechteckmaske und Ellipsenmaske sind einfache geometrische Masken mit sehr eingeschränktem Nutzen.
Mit dem Hilfmittel Freihandmaske lässt sich z.B. ein Bildbereich bei gedrückter Maustaste mit einer Linie umranden und damit maskieren.
Mit dem Hilfsmittel Pinselmaske lässt sich ein zu maskierender Bildbereich flächig ausmalen.
Das Arbeiten mit der Pinselmaske ist zwar zeitaufwändig, aber so können sehr präzise Masken erstellt werden. In der Eigenschaftsleiste kann das jeweils ausgewählte Werkzeug weiter präzisiert werden. Bei der Pinselmaske lässt sich z.B. der Pinsel in Größe und Form den jeweiligen Bedürfnissen so anpassen, dass praktisch pixelgenaue Ergebnisse möglich sind.
Die verschiedenen Werkzeuge können bei Bedarf auch miteinander kombiniert werden! Z.B. kann man zunächst eine einfache geometrische Maske anlegen und diese anschließend z.B. mit der Pinselmaske präzisieren.
Wichtig: Durch gleichzeitiges Drücken der Shift-Taste erweitere ich eine begonnene Maske. Bei gleichzeitig gedrückter Strg-Taste entferne ich etwas von der vorhandenen Maske.
In der Eigenschaftsleiste kann ich ebenfalls über + den Erweiterungsmodus und über - den Subtraktionsmodus auswählen.
Eine Maske wird oft mit einem Doppelklick abgeschlossen.
Die Hilfsmittel Lassomaske und Magnetische Maske legen automatisch Masken an, die sich an den Helligkeitswerten im Bild orientieren. Wenn Sie in der Eigenschaftsleiste die Toleranz erhöhen, werden mehr Pixel in die Maske einbezogen, wenn Sie die Toleranz verringern, werden entsprechend weniger Pixel erfasst. Mit dem Hilfsmittel Zauberstab können Masken aufgrund Pixel ähnlicher Helligkeit erstellt werden. Bei Motiven mit starken Kontrasten lassen sich so schnell Masken erstellen.
Mit Masken versehene Bildbereiche lassen sich durch einfaches Ziehen mit der Maus verschieben oder in andere Bilder einfügen. Wählen Sie dabei im Menü Maske den Eintrag Verschieben, wird die Maske kopiert.
Sie können auch eine vorhandene Maske ohne Inhalt verschieben, indem Sie unter dem Auswahl-Hilfsmittel das Hilfsmittel Maskenänderung wählen. Über die Eckpunkte lässt sich auch die Größe der Maske verändern oder die Maske drehen. Ist das Hilfsmittel Maskenänderung aktiviert, lässt sich die Form der Maske auch mittels der Schaltflächen in der Eigenschaftsleiste verändern.
Objekte in Corel Photo-Paint:
(Vgl. bei Bedarf auch im Menü Hilfe / Mit Objekten arbeiten)
Objekte in Corel Photo-Paint sind unabhängige Bildteile (Pixelbereiche), die auf einer transparenten Ebene liegen. Durch einfaches Anklicken lassen sich die Objekte auswählen und getrennt bearbeiten.
(Man kann sich die Objekte wie ausgeschnittene Bildschnipsel auf Transparentfolien vorstellen, die ich beliebig übereinander stapeln, bearbeiten und umsortieren kann.)
Um den Überblick über meine Objekte zu behalten, öffne ich das Objektfenster über das Menü Fenster / Andockfenster / Objekte. Auf der rechten Seite öffnet sich das Objektfenster und meine Bilddatei wird automatisch zum Objekt Hintergrund. Auf diesem Hintergrund kann ich nun weitere Objekte hinzufügen, z.B. Formen, Zeichnungen, Texte oder mit Hilfe von Masken erstellte Bildteile.
Masken anlegen und als Objekte speichern:
Zunächst muss auf gewohnte Weise eine Maske auf dem Hintergrundbild erstellt werden (vgl. Masken anlegen in Corel Photo-Paint, S. 3). Anschließend lässt sich die Maske ausschneiden und als eigenständiges Objekt anlegen. Ich kann dazu folgendermaßen vorgehen:
1. Mit der Tastenkombination Strg + X schneide ich die angelegte Maske aus und lege sie vorübergehend in die Zwischenablage.
(Alternativ: Mit der Schere in der Standardleiste ausschneiden.)
Statt die Maske auszuschneiden kann ich sie selbstverständlich auch mit der Tastenkombination Strg + C kopieren.
(Alternativ: Mit dem bekannten Symbol in der Standardleiste kopieren.)
2. Mit der Tastenkombination Strg + V füge ich das in der Zwischenablage befindliche Bildelement als neues Objekt hinzu.
(Alternativ: Menü Bearbeiten / einfügen / als neues Objekt einfügen. Oder: Symbol Einfügen auf der Standardleiste.) Im Objektfenster erscheint jetzt an oberster Stelle ein neues Objekt mit der Bezeichnung Objekt 1.
Auf diese Weise kann ich weitere Objekte erzeugen und in das Objektfenster einfügen.
Selbstverständlich kann ich über das Hilfsmittel Objekte auch eigene Elemente gestalten und in das Foto einfügen oder Bildelemente aus anderen Dateien über die Zwischenablage einfügen.
Anordnen der Objekte:
Wie bereits erwähnt, liegt jedes Objekte auf einer transparenten Folie. Zusammengenommen ergeben Sie den Objektestapel, den ich im Objektfenster sehen kann. Ein neu erstelltes Objekt kommt immer an die oberste Stelle des Stapels. Jedes Objekt kann ich nun auf gewohnte Weise durch Anklicken auswählen und getrennt bearbeiten. Durch Anklicken des Auges kann ich die einzelnen Objekt sichtbar oder unsichtbar machen. Das jeweils obere Objekt überdeckt immer die darunter liegenden Objekte. Sie können selbstverständlich den Objektestapel umsortieren:
Sehr einfach geht dies, indem man das Objekt im Objektfenster anklickt und mit der Maus an die gewünschte Position zieht. (Alternativen: Markieren Sie das zu verschiebende Objekt, wählen Sie im Menü Objekt / Anordnen / Anordnung und verschieben Sie das Objekt mit einer der angebotenen Wahlmöglichkeiten nach vorn oder nach hinten. Oder: Das Objekt im Objektestapel anklicken, Flyout-Menü mit rechter Maustaste öffnen / Anordnung / je nach Bedarf nach vorn oder nach hinten verschieben.)
Verändern Sie Ihre Objekte mit den schon bekannten Filtern und Effekten. Im Menü Objekte finden Sie weitere Möglichkeiten, die Objekte zu bearbeiten, z.B. die Ränder zu glätten.
Viel Spaß beim Experimentieren mit den Objekten!


