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Literarischer Spaziergang durch Frankfurt: Auf Goethes Spuren



21. 09.2010. Acht Uhr morgens in Friedberg: der Deutsch E-Kurs von Frau Brähler versammelte sich mit Verstärkung von Frau Tomsch am Bahnhof. Nach einer schönen Zugfahrt ins literarische Frankfurt trafen wir an der Hauptwache unseren Stadtführer für den heutigen Tag, um auf Goethes Spuren zu wandeln. Angefangen über die Hinrichtung der Susanna Brandt vor der Hauptwache im 18. Jahrhundert, die als Vorbild für die Rolle des Gretchens in Goethes „Faust“ diente, arbeiteten wir uns zur Wohnung von Goethes Mutter vor, welche am Ende ihres Lebens eher zurückgezogener lebte. Nachdem wir an der Goethestatue etwas über deren Erbauung erfahren hatten, machten wir uns auf den Weg zum Goethehaus. Dort erfuhren wir viel über die Gewohnheiten und den Lebensstil der Goethes sowie das Leben im 18. Jahrhundert. Wir bekamen Einblicke in sämtliche Zimmer des Hauses, auch in das sogenannte Geburtszimmer, in dem Goethe nach eigenen Angaben geboren ist. Nach der ausgiebigen Führung und einer kurzen Pause versammelten wir uns an der Hauptwache und lasen schließlich einen Ausschnitt aus Goethes Werk „Faust“, womit wir auch einige Passanten zu unterhalten schienen. Nachdem wir den Text gemeinsam besprochen hatten, erhielten wir von Frau Brähler einen kreativen Schreibauftrag, für dessen Erledigung wir ca. 20 Minuten Zeit hatten. Dabei blieb die Art des Schreibauftrags uns überlassen, so konnten wir bspw. die Textstelle aus Faust in einem anderen Stil verfassen oder „vor Ort schreiben“. Die Ergebnisse dieses Schreibauftrages wurden schließlich in der Deutschstunde am nächsten Tag vorgelesen und besprochen. Nach der Bearbeitung des Schreibauftrags erhielten wir Informationen zu weiteren Autoren Frankfurts. So berichtete uns Frau Brähler über den Literaturkritiker Ludwig Börne, der als jüdischer Bürger in Frankfurt aufwuchs und über Heinrich Hoffmann, den Autor des „Struwwelpeter“. Da letzterer Mitglied des Vorparlaments in der Paulskirche war, schauten wir uns diese zum Abschluss des Tages an und erhielten dort noch einige Informationen zur Nationalversammlung.

Ole Kiesewetter und  Malte Bock
Foto:Frau Brähler


 
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