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04.07.2010
Projektwoche geht in Sommerfest über
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In der Woche vor der Zeugnisausgabe führten die Klassen und Tutorengruppen an der Ernst-Ludwig-Schule eine Projektwoche der besonderen Art durch. Dabei wählten sich die Schülerinnen und Schüler nicht wie sonst in Projekte ein, stattdessen einigte man sich auf ein gemeinsames klassen- bzw. tutorengruppenbezogenes Projekt. In Ausstellungen, Vorführungen und Demonstrationen wurden die Ergebnisse dann am Präsentationstag öffentlich gemacht. Bei herrlichem Sommerwetter nutzten dann auch viele Eltern, Ehemalige und Verwandte die Gelegenheit, um die Ernst-Ludwig-Schule zu besuchen, um anschließend an die Präsentationen dem Sommerfest beizuwohnen, das in den traditionellen Dämmerschoppen überging, bei dem die Eltern, der Verein der Freunde der ELS und die Jahrgangsstufe 12 zum bunten Bühnenprogramm zahlreiche Verköstigungsangebote machten.
In der Projektwoche hatte man einmal die Gelegenheit, sich mit Dingen zu beschäftigen, für die der Lehrplan im laufenden Schuljahr keine Zeit lässt. Außer Basteleien und Tüfteleien bzw. sportlichen und musikalischen Betätigungen nutzten einige die Gelegenheit zu Exkursionen zu außerschulischen Lernorten, wobei es zwei Klassen sogar ins Ausland (Straßburg, London) zog.
Naturwissenschaftliche Erkenntnisse standen im Mittelpunkt der 7c, die im Wald bei einer Waldrallye vieles über Pflanzen und Tiere lernte. Bei einer Gewässeranalyse der Usa gelangte die 8a zu der beruhigenden Erkenntnis, dass sich die Sauberkeit des heimischen Gewässers im grünen Bereich bewegt. Die 7d fertigte nicht nur Präsentationen zum Thema Biodiversität, sondern machte auch einen Ausflug ins Senckenbergmuseum.
Nicht nur Kreativität, sondern auch technischer Sachverstand war von der 8b gefordert, die selbstgebastelte Papiermaschinen vorstellte. Die 7a führte weiter, was man beim Geschichtswettbewerb begonnen hatte. Bei einer Exkursion zum Gutenbergmuseum informierte sich die Klasse zum Thema Buchdruck und stellte anschließend aus Linoleum Exlibris her, wobei die Fußballweltmeisterschaft bei den Motiven deutliche Spuren hinterließ. Als bilinguale Klasse verfasste die 7a ihre Dokumentation auch in englischer Sprache. Ein Kurs der Jahrgangsstufe 11 baute Modellautos zusammen, wobei sich der Außenbereich der ELS hervorragend als Testgelände eignete. In Frankfurt war ein anderer Orientierungskurs der Jahrgangsstufe 11 unterwegs und experimentierte mit Tier- und Porträtfotografie, wobei die originellsten Fotos in einer Ausstellung gezeigt wurden.
Neues wurde auch im Bereich der Informatik getestet, die 7d nutzte eine Lernplattform, die im neuen Schuljahr allen Fächern zugute kommen soll. Eine mathematische Formelsammlung für die Mittelstufe entstand durch die 10c ebenfalls mithilfe des Computers.
Sportliche Aktivitäten fanden auch außerhalb der Schule statt. Die 8f und die 10e genossen bei einer Kanutour auf der Lahn die Ruhe und die schöne Landschaft, die 6a und die 6b machten sich bei einer Radtour durch die Wetterau mit den heimischen Gefilden vertraut. Der Sportorientierungskurs der Jahrgangsstufe 11 führte für die Unterstufe auf dem Sportplatz am Solgraben antike Sportwettkämpfe durch, wozu unter anderem ein Wagenrennen (mit Mattenwagen), ein Ringkampf und Weitsprung mit Gewichten gehörte. Die 6e, die sich in der Projektwoche mit Mythologie beschäftigte, trat dazu in passenden Gewändern an – und wurde prompt mit dem Sieg belohnt.
Auch Film und Literatur wurden in der Projektwoche gewürdigt. Die 10d verglich drei Filme zum Thema Schule und untersuchte darin die Darstellung von Schule und Lehrern, was interessante Erkenntnisse zu Tage förderte. Nicht nur das Lesen von Gedichten beschäftigte die 8c, sondern vielmehr die Produktion derselben, wobei man zwecks Inspiration auch einmal die Grünflächen außerhalb des Schulgebäudes aufsuchte. Der Roman »Mit Jeans in die Steinzeit« brachte die 5d auf die Idee, Felsfragmente aus Papier zu basteln und Rollenspiele aufzuführen. Die 6d hatte Fabeln im Unterricht gelesen und beschäftigte sich in der Projektwoche mit den Tieren aus der Fabel, wobei ein Besuch in der Fasanerie in Hanau im Mittelpunkt stand. Bei ihrer Beschäftigung mit Büchern hatte die 5e zunächst Erkundigungen in der Stadtbibliothek eingezogen und sich in ihrer Ausstellung »Rund ums Buch« in Kalligraphie geübt. Ein Englisch-Orientierungskurs untersuchte unter dem Thema »Them & Us« soziale Fragen, wie Frauenrechte oder Vorurteile, im Vergleich mit englischsprachigen Ländern. »Shakespeare kreativ« lautete die Aufgabenstellung für einen Englisch-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12, daraus resultierten innovative Ideen wie eine Szene aus Macbeth in Legobausteinen nachzustellen oder eine Version des Shakespeare-Dramas für den Kindergarten zu schreiben. Das Thema Film stand auch im Mittelpunkt der Klasse 7b, die es aber vorzog, einen eigenen Klassenfilm zu drehen, der unter dem Titel »Strg+Alt« am Präsentationstag uraufgeführt werden konnte.
Im Mittelpunkt des bunten Bühnenprogramms standen musikalische Darbietungen, wie der erste öffentliche Auftritt der Orchesterklasse 5a mit ihren Leitern Felicitas Geyer (Streicher) und Andreas Ziegler (Bläser) und der Auftritt der Big Band unter Leitung von Peter Schombert. Nach einer Darbietung mit Bodysocks und einer Einlage der Sportakrobatikgruppe des TV Echzell konnte Hedwig Rohde, Vorsitzende des Vereins der Freunde der ELS, Auszeichnungen für 25-jährige Mitgliedschaft vornehmen. Die Auszeichnungen nahmen entgegen Jana Blum, Gloria Fischer, Richard Philipp und Hans-Heinrich Weil. Auf ebenfalls 25 Jahre Mitgliedschaft blicken zurück: Peter Lang, Dieter Liebert, Dr. Thomas Mende und Hartmut Schneider, die jedoch nicht anwesend sein konnten.
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