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27.01.2010
OVAG stellt neuen Sammelband an der ELS vor
An der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim wurde die neueste Ausgabe der »Gesammelten Werke« des OVAG-Jugend-Literaturpreises vorgestellt. Schulleiterin Brigitte Jung-Hengst begrüßte u.a. die Vertreter der OVAG als Veranstalter, die Leitende Schulamtsdirektorin Dr. Rosemarie zur Heiden, die Vertreter der Gemeinden der Preisträger, Laudatorin Susanne Fröhlich und die jugendlichen Schriftsteller. Die Ernst-Ludwig-Schule stellte nicht nur vier der Preisträger, sondern war auch die Schule mit den meisten Wettbewerbseinsendungen.

Seit 2004 veranstaltet die OVAG Energie AG diesen Wettbewerb, bei dem in diesem Jahr 304 Einsendungen einen neuen Rekord bedeuteten. Im September waren dann die Preisträger gekürt worden, die dann im November im Westerwald an einem Workshop teilnahmen, um mit renommierten Schriftstellern ihre Texte zu redigieren. Das gedruckte Ergebnis dieses Workshops liegt nun in Form der 257 Seiten starken Gesammelten Werke vor, auch eine Hörbuch-CD, die die jugendlichen Schriftsteller selbst eingesprochen hatten, ist integriert.

ELS-Direktorin Brigitte Jung-Hengst lobte die Wettbewerbsidee, der ständig wachsende Erfolg zeige, dass das Konzept stimme. Sie zeigte sich auch erfreut über die enge Zusammenarbeit mit den Schulen und die damit verbundene Akzeptanz von und das Interesse für Literatur.



OVAG-Vorstandsvorsitzender Rainer Schwarz führte an, dass Klagen, dass die Menschen zu wenig oder gar nicht lesen, nicht neu seien. Dennoch seien Berichte über das Zeitungssterben oder das Schlagwort von der »Bücherdämmerung« in den USA alarmierend, wie auch eine wissenschaftliche Studie, die nachwies, dass immer mehr Studenten vor Texten von Thomas Mann oder Heinrich von Kleist kapitulieren. Dabei, so Rainer Schwarz, seien Schreib- und Lesekompetenz von immer stärkerer Bedeutung. Dies sei nur ein Anlass für die Durchführung des Wettbewerbes gewesen. Die Preisträger seien Menschen, die mit offenen Augen durch eine immer komplexer werdende Welt gingen und nicht nur gut und fantasievoll schreiben könnten, sondern auch Ausdauer und Durchhaltevermögen bewiesen hätten.

Die Hörfunk-Moderatorin und Schriftstellerin Susanne Fröhlich hatte die Aufgabe der Laudatorin übernommen. In gewohnt launiger Weise konstatierte sie, Schreiben sei wie Kinderkriegen und es könne in den schriftstellerischen Wehen durchaus anstrengend sein. Die Anstrengung im Workshop habe sich aber gelohnt, lobte sie das Ergebnis in dem druckfrischen Sammelband. Die Texte stellten keinesfalls leichte Kost dar, sie spürte viel Ernsthaftigkeit in den Geschichten, manchmal auch Melancholie und Wut. Sie zitierte eine ganze Reihe von Textstellen aus den Beiträgen der Wettbewerbssieger, die sie besonders beeindruckt hatten und schloss mit der Bemerkung, dass den renommierten Schriftstellern hier ernsthafte Konkurrenz heranwachse. Die größte Hürde überhaupt hätten die jugendlichen Autoren bereits genommen, sich hinzusetzen und sich die Mühe des Schreibens zu machen.



OVAG-Pressesprecher Andreas Matlé bat nun fünf der Preisträger auf die Bühne, um eine Kostprobe aus ihrem Werk vorzustellen. Johanna Benz (Feldatal) mit »Acht Beine«, Anne Bönsel (Grebenhain) mit »Froschkönig«, Patrizia Kraft (Ranstadt) mit »Der Tattoomacher«, Eva Borchers (Münzenberg) mit »Gedichte und Miniaturen«und Philip Krause (Münzenberg) mit »Der Wecker« überzeugten nicht nur mit hervorragenden Texten, sondern auch mit ihrem Vortragsstil.


Die ELS stellt vier Preisträger.

Der Appetit auf die »Gesammelten Werke« des OVAG-Literaturpreises 2009 war somit geweckt. Die Schulleiterin der ELS erhielt als Gastgeberin die ersten Exemplare, bevor auch die Wettbewerbssieger ihre persönlichen Exemplare durch Rainer Schwarz in Empfang nehmen durften. Die zahlreichen Besucher der Veranstaltung hatten ebenfalls die Gelegenheit, den Sammelband für zehn Euro zu erstehen.



Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Gruppe »Songlines« der Musikschule Lich, die Arbeiten im Hintergrund leistete die Event-AG der ELS.

 
 
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