23.06.2019 09:38 Alter: 22 days
Kategorie: fb1, Musik

Begeisterndes Orchesterkonzert


Zum ersten Sommerkonzert, einem reinen Orchesterkonzert, hatte die Schule am 18.06.2019 eingeladen. Erstmals war die Trennung in ein Orchesterkonzert und in ein Chorkonzert vorgenommen worden; schon am nächsten Abend folgte das Chorkonzert.

Was beim Orchesterkonzert dargeboten wurde, darf wahrlich als weiteres Highlight der musikalischen Darbietungen in diesem Schuljahr betrachtet werden, denn das, was das Publikum hören durfte, war rundum überzeugend, begeisternd und mitreißend.

Das Blechbläserensemble unter Leitung von Clemens Duchardt eröffnete den Abend mit bekannten Melodien aus dem Filmklassiker „Jurassic Park“. Das Arrangement für Blechbläser verlangte den Trompeten einiges ab, aber Anisia Dubiela und Theo Jung konnten dabei ihr großes Können zeigen, ebenso wie Luca Winget am Tenorhorn.

Mit der Orchesterklasse 5a (Leitung Felicitas Geyer, Claudia Drechsler und Clemens Duchardt) präsentierten sich die Jüngsten des Abends, aber sie klangen gar nicht mehr nach Anfängern, sondern zeigten in der Sinfonieorchesterbesetzung ihre Begeisterung für Musik und ihre Spielfreude. Sehr feierlich erklang das berühmte Thema aus dem letzten Satz der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven (Ode „An die Freude“).

Mit „Old McDonald Had A Farm“, „When the Saints Go Marching In“ sowie dem „Banana Boat Song“, einem karibischen Volkslied, und dem „Hard Rock Blues“ wurde eine beschwingte Stimmung in die Halle am Solgraben gebracht.

Mit dem berühmten Song „Hound Dog“ von Elvis Presley machte im Anschluss die Orchesterklasse 6a deutlich, dass nach einem weiteren Jahr Musikausbildung auch schon mehrstimmiges Spiel und Soli sehr gut gemeistert werden können. Obwohl auch in Sinfonieorchesterbesetzung vorgetragen, waren die Arrangements gelungen ausgewählt worden, so dass die unterschiedlichen Stile sehr überzeugten.

Das balladenhafte Wiegenlied „Summertime“ (aus „Porgy and Bess“) von George Gershwin wurde tatsächlich schon in ternärer Spielweise dargeboten. Besonders die Saxophone und Trompeten konnten hier glänzen. Bei „Rock Around the Clock“ sowie „Charlie’s Cha Cha“ gelangen so schwingende Vorträge, sodass man am liebsten mitgetanzt hätte. Mit „Final Countdown“ passte die große Besetzung rundum, denn die Imitation der Rockbandbesetzung gelang überzeugend, nicht zuletzt wegen der harten Betonungen sowie der hämmernden Beats im Schlagzeug.

Es folgte die Combo unter Leitung von Andreas Pompe. Mittlerweile angewachsen auf elf Musiker und Musikerinnen, darunter erstmals die stellvertretende Schulleiterin Uta Stitterich, unterstrich die Combo ihre Ambitionen deutlich. Eine gelungene Mischung zeigte sich in der anspruchsvollen Auswahl des Programms. Das wohl weltberühmte „Gonna Fly Now“ aus „Rocky" stand am Anfang, es folgte mit „25 Or 6 To 4“ einer der erfolgreichsten Hits der Band Chicago. Gerade hier wurde die Lust am Musizieren besonders unterstrichen. Mit „Havana“, „Faith“ (aus „Sing“ von Stevie Wonder und Ariana Grande) und „Uptown Funk“ folgten weitere Highlights vor der Pause, bevor das Mittelstufenorchester und das Große Orchester ebenfalls zum Gelingen des Konzertabends beitragen konnten.

Zunächst wurde unter Leitung von Felicitas Geyer Michael Jacksons „We Are the World“ in reiner Streicherbesetzung glänzend vorgetragen. Mit den berühmten Stücken „Yesterday von John Lennon und Paul McCartney sowie Leonard Cohens „Hallelujah“ war dann das Mittelstufenorchester in großer Besetzung unter der Leitung von Clemens Duchardt zu hören. Groß kann hier im wahrsten Sinne verstanden werden, denn fast 70 Instrumentalisten füllten die Bühne. Mit den bezaubernden Melodien aus Edvard Griegs „Peer Gynt Suite“ wurde ein weiterer Höhepunkt des Abends erreicht. Gekonnt und überzeugend wurden die Sätze „Morgenstimmung“, „In der Halle des Bergkönigs“, „Anitras Tanz“ sowie „Arabischer Tanz“ vorgetragen. Hier zeigte sich, wie wertvoll die intensive Vorarbeit ist, denn es gelang alles: Sehr langsame Tempi, welche sich ins Presto steigerten, die dynamischen Gegensätze und die solistischen Läufe in Flöten, Klarinetten und Violinen, das Spiel mit Klangfarben von Streichern, Holz- und Blechbläsern! Das Publikum, das so auf den Spuren Peer Gynts mitreisen konnte, dankte mit anhaltendem Applaus.

Zum Abschluss des Abends formierte sich das Große Orchester (Leitung Claudia Drechsler und Clemens Duchardt), dem eine bemerkenswerte Vorstellung gelang. Spielfreude, gepaart mit technischem Können und musikalischem Verstand sowie Gefühl, führten zu einem rundum überzeugenden Zusammenspiel des Orchesters. Mit der Konzertouvertüre „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy fühlte man sich an die Küste Schottlands versetzt. Daniel Weigandt (Saxophon, Schüler von Andreas Pompe) interpretierte die „Romanze“ von Ronald Binge mit einem samtigen, warmen Klang, absolut treffsicher und außergewöhnlich musikalisch. Mit der „Orchestersuite zu Carmen“ von Georges Bizet wurde letztlich deutlich, dass das Konzertprogramm des Großen Orchesters ganz im Zeichen der Romantik stand. Es erklangen „Der Marsch (Les Toréadors)“, die „Wachablösung“ (Chor der Gassenjungen), das „Intermezzo“, der „Chanson du Toréador (Votre toast)“ sowie „La Taberna de Lillas Pastia (Danse Bohème)“. Die Fanfare der Wachablösung wurde mit perfekter Intonation von Anisia Dubiela vorgetragen. Im „Intermezzo“ der Suite überzeugten Charlotte Benner mit dem wunderschönen Klang der Flöte und Leonie Minor (Harfe). Claudia Drechsler und Clemens Duchardt kann zu der intensiven, wahrlich erfolgreichen Arbeit gratuliert werden.

Schulleiterin Brigitte Jung-Hengst dankte allen Mitwirkenden für dieses rundum gelungene Orchesterkonzert und betonte, dass alle Mitwirkenden stolz auf ihre Leistung sein können. Namentlich hervorzuheben sind Claudia Drechsler, Felicitas Geyer, Clemens Duchardt und Andreas Pompe für die Begleitung der Ensembles und die hervorragende Vorbereitung.

Eva Pfeiffer-Heidecke
Fotos: Brigitte Jung-Hengst