02.08.2018 12:25 Alter: 17 days

Woche zur Suchtprävention an der Ernst-Ludwig-Schule


An der Ernst-Ludwig-Schule fand in der Zeit vom 14. Mai bis zum 18. Mai 2018 wieder die Woche zur Suchtprävention für die Jahrgangsstufen 5-12 statt, die zu einem festen Bestandteil der Arbeit zur Suchtprävention an unserer Schule geworden ist.


Referenten verschiedener Einrichtungen, z.B. der Fachstelle Prävention in den Schulen des Wetteraukreises, der AGGAS (Arbeitsgruppe Gewalt an Schulen) des Wetteraukreises und des Info-Cafés Neu-Isenburg, besuchten die Klassen der verschiedenen Jahrgänge und hielten Workshops ab, die thematisch auf das Alter der Schülerinnen und Schüler abgestimmt waren.
In der Jahrgangsstufe 5 standen die Themen Onlineabhängigkeit, Abhängigkeit von Computerspielen und „WhatsApp“ im Vordergrund.


Die „Digitalen Helden“, Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die zu Medienscouts ausgebildet und an der Ernst-Ludwig-Schule von Herrn Jackson betreut und angeleitet werden, arbeiteten mit den Schülern der Jahrgangsstufe 6 vor allem zum Thema Onlineabhängigkeit und den Geschäftsmodellen von YouTube.
Erstmalig wurde in diesem Jahr in den Klassen der Jahrgangsstufe 7 das Projekt „Rauchzeichen“, ein Präventionsprogramm der Deutschen Herzstiftung, durchgeführt.
Besonderer Dank gilt Herrn Dr. med. Friederichs, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin/Kardiologie der Median Klinik am Südpark in Bad Nauheim, der - mit Unterstützung durch eine Assistentin - an zwei Schultagen sehr intensiv mit den Schülerinnen und Schülern aller siebten Klassen zu den Themen Gefahren des Rauchens und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit arbeitete.
Zunächst wurden die Schüler gefragt, was sie über das Rauchen wissen, bevor sie über das Thema Sucht und die Folgen des Konsums aufgeklärt wurden.


Hierbei wurden die Schüler insbesondere durch eine aktive Beteiligung motiviert. Sie erfuhren, wie man verschiedene Formen von Kreislaufstörungen erkennt und Notfallmaßnahmen durchführt.
Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler zeigte sich besonders beeindruckt von der sehr anschaulichen Demonstration, in deren Verlauf anhand einer „gläsernen Lunge“ und einem Wattebausch simuliert wurde, wie der Rauch einer Zigarette sich in der Lunge ausbreitet und sich das Nikotin ablagert. Auch die Themen „Passivrauchen“ und Rauchen von Shisha und E-Shisha, das sogar noch schädlicher als das Rauchen von Zigaretten ist, wurden ausführlich besprochen.
Mit dem Projekt „Rauchzeichen“ ist die Deutsche Herzstiftung mittlerweile an über 110 hauptsächlich hessischen Schulen zu Gast.

Die Aktion wurde von den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern durchweg sehr positiv bewertet.
In den Jahrgangsstufen 8, 9 und E-Phase standen die Gefahren des Konsums von legalen Rauschmitteln wie Alkohol und Nikotin und illegalen Drogen im Mittelpunkt.
Für die Jahrgangsstufe 12 führte die Deutsche Verkehrswacht wie in jedem Jahr den „Aktionstag junge Fahrer“ an der ELS durch. Die Schülerinnen und Schüler durchliefen an einem Schultag einen Parcours von insgesamt neun Stationen, die von der Deutschen Verkehrswacht selbst und in Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz und einem Notfallmediziner durchgeführt wurden. Im Vordergrund stand die Aufklärung über die Auswirkungen von Alkohol- und Drogenkonsum im Straßenverkehr. Viele der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gehen zur Fahrschule oder bereiten sich bereits auf die Führerscheinprüfung vor.
Anhand eines Überschlagsimulators und eines Aufprallsimulators wurde beispielsweise demonstriert, was passieren kann, wenn ein Autofahrer nicht angeschnallt ist.
Der ADAC war wieder mit einem Fahrsimulator am Ort, der es den Schülern ermöglichte, verschiedene Szenarien, wie schlechte Sicht oder regennasse Straße zu simulieren und zu „erfahren“.
Ebenso thematisiert wurden Aspekte wie Notfallseelsorge. allererste Hilfe, Ablenkung und der Mensch als Risikofaktor.
Der „Aktionstag junge Fahrer“ wurde in diesem Jahr zu einer größeren Veranstaltung, da auch 120 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 der St. Lioba-Schule Bad Nauheim teilnahmen. „Die Zusammenarbeit hat gut funktioniert“, resümierten Christian Liebchen und Alexander Benthaus (verantwortlich für die Suchtprävention jeweils an der ELS und der St. Lioba Schule) die Veranstaltung am Ende eines langen Tages.
Sie dankten ausdrücklich Heinz Euler, allen Referenten und beteiligten Kolleginnen und Kollegen, die an diesem langen Tag Außerordentliches leisteten.
Besonderer Dank gilt auch der stellvertretenden Schulleiterin, Uta Stitterich, für die logistische Unterstützung sowie dem Verein der Freunde und Förderer der ELS, der die Woche zur Suchtprävention an der ELS maßgeblich finanziell unterstützt und in dieser Form ermöglicht.

Christian Liebchen