21.06.2018 22:51 Alter: 150 days

ProWo 2018: Mausefallenautos und chladnische Klangfiguren


Das ProWo-Organisationsteam hatte es nicht leicht, den Überblick über die vielfältigen Aktivitäten zu behalten, die die ELS-Schülerinnen und Schüler während der diesjährigen Projektwoche ausübten. Da wurde Sport getrieben, gebastelt, recherchiert, mikroskopiert, gemalt, gefilmt, gekocht, experimentiert, gespielt, programmiert und sogar philosophiert. Am Donnerstagnachmittag war es dann soweit: Auf großflächigen Plakaten, auf der Bühne, in den Räumen präsentierte man Eltern, Angehörigen und Freunden, was man in den letzten Tagen erarbeitet hatte.


Viele zog es in die Natur, um etwa Radtouren zu unternehmen, Tiere zu beobachten, Pflanzen zu begutachten und Gewässer zu untersuchen. Die Projektgruppe »Complete Darkness« versuchte nachzuempfinden, wie sich Blinde fühlen. Dazu beschäftigte sich die Gruppe mit dem Blindenalphabet, hatte ein Gespräch mit einer Frau mit Blindenhund und besuchte in Wetzlar das »Dunkelkaufhaus«.
Während eine Gruppe sich an strategischen Brettspielen versuchte, stand das »Spiel der Könige« in einem anderen Raum im Mittelpunkt. Beim Schach konnten Anfänger das »Bauerndiplom« erwerben und sich forthin als fortgeschritten bezeichnen.


Nicht nur bei einem Besuch der Saalburg fühlte sich die Projektgruppe »Auf den Spuren der Römer in der Wetterau« in das Leben der Römer ein. Da wurde gekocht wie die Römer, sich römisch gewandet und dazu gab es noch eine Menge Informationen.
Videos drehen will gelernt sein. Aus diesem Grund wollte eine Projektgruppe dies von der Pike auf lernen und konnte seinem Publikum am Ende einen respektablen Kurzfilm vorführen, während man in einer anderen Gruppe Knetfiguren per Video zum Leben erweckte.
Segelflieger unter professioneller Anleitung zu bauen und diese im Außengelände zu testen war eine spannende Beschäftigung, während die Gruppe »Physikalische Experimente« sich eher mit ungewöhnlicheren Maschinen beschäftigte, etwa einem »Mausefallenauto« oder einem Gerät, das »chladnische Klangfiguren« produziert.
Dass Chemie auch lecker sein kann, erfuhr eine Projektgruppe, die ihre Woche der Schokolade und deren Herstellung widmete. Da analysierte man zunächst die Bestandteile der Schokolade mit besonderer Aufmerksamkeit auf den darin enthaltenen Zucker und stellte dann selbst Schokoladencreme und Schokoladentafeln her.
Das Schulgartenprojekt widmete sich zunächst dem schuleigenen Teich, der mit Seerosen ausgestattet wurde. Doch auch ein Besuch an der Usa zur Gewässeranalyse im Vergleich mit dem besagten Teich war produktiv. Das Highlight war jedoch ein Besuch auf dem Bauernhof, wo man einmal Käseherstellung und Imkerei aus nächster Nähe mitbekam wie auch das Melken, nach dem der »leckerste Kakao der Welt« serviert wurde.


Ein anderes Fleckchen Natur suchte sich eine andere Projektgruppe, die dort Pflanzen und Tiere bestimmte, mikroskopierte und Pflanzen durch Pressen konservierte.
Bei einem Anne-Frank-Projekt recherchierte man nicht nur das Leben der Anne Frank. Hier bot sich auch ein Besuch der Jugendbildungsstätte Anne Frank in Frankfurt an, die just eine neue Ausstellung eröffnet hatte.


Einen gemeinsamen Krimi schreiben wollte man im Projekt »Kriminelle Energie«, doch die Ideen sprudelten nur so, sodass am Ende vier Krimis geschrieben wurden, die dann in Lesungen dem Publikum nähergebracht wurden.
Auf der Bühne hingegen gab es außer musikalischen Darbietungen eine Reihe von Ehrungen, unter anderem für Absolventen des DELF-Zertifikates, die Sieger des Mathewettbewerbs aus der E-Phase oder die Sieger der Bundesjugendspiele.


Am Ende ging der Präsentationsnachmittag langsam über in das traditionelle gemütliche Beisammensein mit vielen Eltern, Schülern und Ehemaligen mit Getränken und leckeren Speisen, die vom Elternbeirat bereitgestellt bzw. von den Schülerinnen und Schülern der Q2 in Form von Würstchen und Pommes produziert wurden.