07.06.2018 17:31 Alter: 15 days

Erasmus-Schüler analysieren Technologien der Zukunft in Finnland


„Es wird ja wieder dunkel!“, waren die ersten erleichterten Kommentare auf der Heimreise beim Zwischenstopp in Helsinki. Eine Woche im finnischen Ylivieska liegt hinter den neun ELS-Schülerinnen, bei dem sie hoch im Norden erste Erfahrungen mit der nächtlichen Helligkeit des Polartages machen konnten. Die Reise fand im Rahmen des mit EU-Geldern geförderten Erasmus-Projektes future4.0@school.eu statt, an dem die Ernst-Ludwig-Schule seit 2016 teilnimmt. Die Schülerinnen besuchten ein internationales Treffen, an dem sie sich zusammen mit finnischen, polnischen, spanischen und belgischen Jugendlichen intensiv mit Umweltproblemen der Zukunft beschäftigten. Mit Hilfe der Szenario-Technik sollten die international besetzten Schülergruppen die Energieversorgung der Zukunft analysieren. Mit Entwürfen unterschiedlicher Szenarien wurde dabei insbesondere das Denken in Zusammenhängen, Systemen und Alternativen gefördert.
Neben der gemeinsamen Arbeit blieb natürlich auch Zeit für gemeinsamen Spaß und ein touristisches Rahmenprogramm. Willkommene Abwechslung zum eher ländlichen Ylivieska stellte sicherlich der Besuch in Oulu dar, Finnlands viertgrößter Stadt. Die Stadt liegt am Bottnischen Meerbusen, wo moderne Unternehmen und Technologien auf den Frieden und die Fremdartigkeit des Nordens treffen. Herausfordernd war während der gesamten Woche die finnische Sprache, die keinerlei Verbindung zu den uns vertrauten romanischen Sprachen hat. Natürlich wurden alle Gespräche und Diskussionen in der Arbeitssprache Englisch geführt. In der Zusammenarbeit mit ihren europäischen Altersgenossen entwickelten die ELS-Schülerinnen Kenntnis und Verständnis der Vielfalt der europäischen Kulturen und Sprachen. Die Arbeit im Projekt unterstützt die Schülerinnen, lebensnotwendige Fähigkeiten und Kompetenzen für ihre persönliche Entfaltung zu erwerben. Die durch Projektarbeit angestrebte »Europa-Kompetenz« soll künftige Beschäftigungschancen der Schülerinnen vergrößern und sie für den europäischen Arbeitsmarkt qualifizieren.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Woche erhielten die Schülerinnen Giulietta Bernshausen, Alexa Bub, Lilli Decker, Lillian Dietz, Chiara Herrschaft, Amelie Hofmann, Joey Kämper, Annalena Krüger und Lea Korb den Europass. Dieses Dokument weist einen Lernaufenthalt im europäischen Ausland nach und dokumentiert die gemachten Lernerfahrungen.

Annegret Zozmann