07.05.2017 17:51 Alter: 136 days
Kategorie: Deutsch, fb1

Sprachkunst-Feuerwerk an der ELS


Beim ersten Poetry-Slam an der Ernst-Ludwig-Schule wurden die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen und der E-Phase Zeugen eines Sprachkunst-Feuerwerks. Auf der Bühne in der ELS-Mehrzweckhalle stand schließlich nicht irgendwer. Für die Veranstaltung hatte man nicht nur mit Conny Fauck (Rotenburg/ Wümme), Jan Cönig (Frankfurt) und Zwergriese (Essen) mehrfach ausgezeichnete Slam-Poeten gewinnen können, sondern mit Andreas Arnold einen der bekanntesten Kulturschaffenden im Umkreis (er organisiert nicht nur Poetry-Slam-Veranstaltungen u.a. in Friedberg und Reichelsheim, er ist auch Autor und Amateurschauspieler).

Auch Fachbereichsleiterin Eva Pfeiffer-Heidecke freute sich darüber, eine solche hochkarätige Veranstaltung im Hause zu haben, in diesem Zusammenhang dankte sie dem Verein der Freunde der ELS herzlich dafür, dies ermöglicht zu haben.

Nachdem der Moderator den Schülern erklärt hatte, dass die Teilnehmer eines Poetry-Slams in zwei Runden antreten, wonach jeweils eine Bewertung stattfindet, fanden sie sich auch schon gleich mitten in der Poetry-Slam-Szene wieder, denn kurzerhand wurden fünf Schüler zu Juroren gemacht. Dass der Moderator es auch selber kann, stellte er unter Beweis, als er den ersten Text als »Referenztext« vortrug.

Conny Fauck war dann die erste auf der Bühne mit ihrem Text »Menstruation«, ihr folgte Jan Cönig mit »Fett for fun« und schließlich machte sich Zwergriese Gedanken über sprachliche »Sprengsätze«. Die Abstimmung erwies Jan Cönig als Sieger der ersten Runde und mit einem Applaus-Tsunami in der ELS-Mehrzweckhalle wurde die zweite Runde gestartet, in der das Los erneut Conny Fauck als Starterin bestimmte. Sie hatte als zweiten Text »Was wäre, wenn…« mitgebracht. Der freiberufliche Werbetexter Zwergriese, nicht nur in seiner Wahlheimat Essen bekannt, stellte »Echte Männer weinen nicht« vor. Schließlich folgte der mehrfache Finalist von Hessenmeisterschaften, Jan Cönig, der mit »Demokratie« erneut den Nerv der ELS-Juroren getroffen hatte, die ihn wiederum mit der Höchstpunktzahl ausgestattet hatten.

Nach diesem Kreativ-Feuerwerk bedankten sich die Verantwortlichen noch einmal bei allen Teilnehmern. Organisatorin Dorothee Hildebrand und Fachsprecher Christian Liebchen hoffen nicht nur, das Interesse für weitere Veranstaltungen dieser Art an der ELS geweckt zu haben. Sollte der eine oder andere Lust bekommen haben, eigene Texte der Öffentlichkeit zu präsentieren, in welcher Form auch immer, wäre das großartig. Möglichkeiten und Angebote gibt es in der Wetterau schließlich genug.