22.12.2016 11:52 Alter: 272 days
Kategorie: Musik

Zwischen Klassik und Moderne - 1. Weihnachtskonzert


Wie groß die Zahl der Musikerinnen und Musiker an der Ernst-Ludwig-Schule mittlerweile ist, zeigt sich an der Notwendigkeit, in diesem Schuljahr zu zwei Weihnachtskonzerten einzuladen. So fand der erste Teil am Montag vor den Ferien in der festlich dekorierten Mehrzweckhalle statt.
Unter der Leitung von Felicitas Geyer, Claudia Drechsler, Clemens Duchardt, Andreas Ziegler und Andreas Pompe war ein abwechslungsreiches, stimmungsvolles Programm einstudiert worden. Für jeden der zahlreich erschienen Gäste war etwas dabei.
Es startete das Blechbläsernonett mit festlichen Klängen. „A Christmas prelude“ wurde vom ehemaligen ELS Schüler Sebastian Witzel komponiert und konnte als stimmungsvoller Auftakt überzeugen. Im Kontrast dazu wurde mit „Winter Wonderland“ flott und beschwingt eine Winterstimmung evoziert.
Es folgten die Streicher der Orchesterklasse 6a unter Leitung von Felicitas Geyer. Die „Romanze“ aus dem Cellokonzert Nr. 1 in G-Dur meisterten sie überzeugend durch ein inniglich-harmonisches Spiel. Die Solistin Maja Müller (6a, Cello) spielte elegant und meisterte die technischen Anforderungen souverän. Auch die Bläser der Klasse 6a musizierten auf hohem Niveau. Die „Fanfare 2000“ klang triumphierend, während „Thunderbolt Peak“ von Timothy Johnson eine nachdenkliche Note enthielt.


Weiter ging es mit der Combo, die mittlerweile dank Andreas Pompe auf neun Mitglieder angewachsen ist. Mit dem „Christmas Song“ wurde es beschwingt weihnachtlich und die jazzigen Rhythmen boten einen weiteren Kontrast
Der Chor der Klasse 5/6 (Leitung: Andreas Ziegler) überzeugte durch seine Singfreude, mit der die traditionellen Stücke „Fröhliche Weihnacht überall“ sowie „Joy to the World“  und die geheimnisvoll anmutende „Winterpracht“ zu Gehör gebracht wurden. Die Solistin Marlene Vöhl (Klasse 5b) meisterte ihren Part sehr sicher und besonders stimmungsvoll. Auch das Zusammenspiel von Chor und Combo klappte bestens bei „Wo ist der Weihnachtsmann?“ Plötzlich standen Nikoläuse auf der Bühne und verbreiteten gute Laune.


Nach der Pause begeisterten Mats Doufrain (Q1) und Janis Wetzel (9d) als Drumset-Duo mit einer Eigenkomposition, beide nutzten die Schlaginstrumente in voller Bandbreite und spielten mit Energie virtuos, klanglich und technisch auf höchstem Niveau. Ein musikalischer Beitrag in dieser Form war einzigartig und man hofft auf mehr in der Zukunft!
Das Mittelstufenorchester unter der Leitung von Clemens Duchardt erschien in einer großen Besetzung auf der Bühne; die besinnlichen Töne beim „Coventry Carol 15th Century“ erklangen sehr sicher, ebenso das folgende „Symphonic Statement“. Die kleinen Soli ergänzten die Klangfülle des Orchesters harmonisch. Gemeinsam mit dem Chor erklang das bekannte „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ locker und beschwingt.
Mit dem Auftritt des großen Orchesters mit 80 Musikerinnen und Musikern, ebenfalls unter der Leitung von Clemens Duchardt, wurde es auf der Bühne sehr eng. Melancholisch und wehmütig wurde der letzte Teil des Konzertabends eingeleitet. Es erklang „O Holy Night“ mit einem sicheren Oboensolo von Lilly Gerster (E-Phase). Mit dem „Holiday Mash-Up“ (Solisten Elisa Pöhlig, Flöte; Mark Ulherr, Trompete), inspiriert durch verschiedene bekannte Weihnachtslieder, ging es sowohl munter als auch träumerisch weiter. Zu dem nächsten, sehr ergreifenden „Christmas Eve/Sarajevo 12/24“ erklärte Sina Wensing, dieses Werk sei als musikalisches Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung und gleichzeitig als Symbol der Hoffnung zu verstehen. Für die charmante Moderation durch das Programm insgesamt gilt ihr ein besonderer Dank.


Besonderen Eindruck hinterließen dabei auch die Soli von Leander Gronau (Q3) an der E-Gitarre und Moritz Kirchner (Q3) am E-Bass.
Mit „A Holst Christmas“ und „All is Calm (Stille Nacht“) endete das stimmungsvolle Konzert. Beim letzten Stück stachen die Solisten Jonas Spahn (Q3, Tenor-Saxophon), Marika Hildebrand (9a, Violine) und Leonie Minor (9a, Harfe) hervor und setzten mit ihren Instrumenten wunderbare Akzente. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus für das Dargebotene.
Die Schulleiterin, Brigitte Jung-Hengst, rief noch einmal alle Beteiligten nach vorne, verkündete unter großem Jubel, dass der folgende Schultag zwei Unterrichtsstunden später starten werde und bedankte sich bei den Ensembleleitern mit großen Weihnachtsblumensträußen.

Eva Pfeiffer-Heidecke, Andrej Bozic